Bericht Vereinsausflug 2020

Der Vereinsausflug stand heuer natürlich unter dem Zeichen von Corona. Daher fanden die Planungstreffen schon passenderweise per Videokonferenz statt. Zunächst hatten wir nach mehreren Umplanungen beschlossen, dass wir nach Kroatien fliegen -, und von dort aus dann Tagesausflüge machen wollten.
Eine Woche vor Abflug stellte sich dann heraus, dass Serbien ein Hochrisikogebiet ist. Also umdisponieten und erstmal Richtung Italien losfliegen. Natürlich immer unter dem Vorbehalt dass wir über die Alpen kommen. Bodo wollte auch gleich noch seine neu erworbenen Enroute IFR Kenntnisse ausprobieren. Abflug war für den 1.8.2020 gleich morgens geplant. Beide Cessnas und die Mooney wurden gebucht.

Und so sah es dann auch gut aus:
Am 1.8. sollten die Alpen frei sein, also legten wir als Optionen Venedig Lido LIPV, alternativ Elba, als Ziel fest. Am nächsten Tag sollte es dann weiter nach Frankreich gehen, da vom Osten her über Italien ein Regengebiet kommen würde und auch die Alpen die nächsten Tage nicht mehr offen sein sollten. Also trafen wir uns am 1.8.2020 gegen 8:00 am Platz, um die Flieger klarzumachen. Schwimmwesten und Reserveöl wurden gepackt, die PICs planten ihren Flug zum ersten Zwischenstopp Trento LIDT, die PNF füllten die Tanks auf. Kurz nach 9:00 ging es dann auch ungewöhnlich pünktlich los, um 9:30 war die erste Cessna airborne. Die anderen Flieger folgten im Abstand, die Mooney bewusst etwas später.


Liebe Mitglieder,

wie bereits in der letzten Ausgabe der Fliegernachrichten angekündigt, findet unsere diesjährige Hauptversammlung im Mai statt. Als Termin haben wir jetzt Sonntag, den 05.05.2019 um 18:30 im Gasthaus Weigel (Kronacher Wende, Fürth) festgelegt.

Wir möchten euch hiermit nun formal und fristgerecht dazu einladen.

Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und Beschlussfähigkeit
3. Genehmigung der Tagesordnung
4. Jahresbericht des Vorstands für das Jahr 2018
5. Jahresbericht des Kassiers
6. Bericht der Kassenprüfer
7. Entlastung des Vorstands
8. Wahl der Kassenprüfer
9. Beschluss der Mitgliedsbeiträge
10. Einführung in das neue Reservierungs-/Verwaltungsprogramm
11. Verschiedenes / Sonstiges

Solltet ihr irgendwelche Anträge haben oder euch einfach auch nur Themen am Herzen liegen, die
ihr gerne diskutiert haben möchtet, dann teilt uns diese bitte bis zum 28.04.2019 mit. Wir werden
diese dann entsprechend mit auf die Agenda nehmen.

Wie immer freuen wir uns über zahlreiche Teilnahme!

Euer Vorstand

Flug in die Alpen nach Zell am See


 

Nach dem relativ trüben Dezember hatten wir eigentlich gar keine Hoffnung mehr, unsere Mooney Buchung für den 28.12.  sinnvoll einsetzen zu  können. Geplant war eigentlich seit längerem ein Besuch im Zell am See. Und so tat sich tatsächlich zwischen den trüben Tagen Ende Dezember gerade am 28.12. ein Lichtblick auf. Schon am Vortag war abzusehen, dass das Wetter aufreißen würde, einschließlich der Alpen, und so tat es dann auch.

Nachdem der Gafor weitgehend blau (c) anzeigte fuhren zwei Flieger mit einer Gattin zum Flugplatz und machten die Mooney klar. Avgas vollgetrankt und ab ging es. Start auf der Piste 26 und schon ging es Richtung November. Der Tower Nürnberg ließ uns mit Midfield und Flug über die Stadt nach Foxtrott kreuzen. Danach ging es weiter über Neumarkt und an Ingolstadt vorbei.

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Zunächst stiegen wir auf FL55. Der mehr oder weniger direkte Weg nach Zell am See führt nun direkt durch den Luftraum C von München. Nach Anfrage bei FIS wurde uns auch völlig problemlos der Durchflug auf FL80 östlich der Schwelle 26 genehmigt. Also konzentriert Steuerkurs und FL halten und gut auf den zackigen Funkverkehr von München Approach achten. Frequenzwechsel und Anweisungen erfolgen schnell und ohne Vorankündigung. Nach Verlassen des Charlie drehten wir leicht nach Osten Richtung Chiemsee ab.

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Nun stellen sich die Alpen imposant auf der linken Seite dar. Sie kommen immer näher und schon geht es oberhalb eines Tals Richtung Zell am See. Das österreichische FIS übernimmt und wir drehen bei super Wetter noch eine Runde um den Großglockner. Tolle Aussicht, auf den Pisten und auf dem Grat sind Skifahrer und Bergsteiger zu sehen. Über Osttirol und Lienz drehen wir nochmal Östlich am Großglockner vorbei bevor es dann im Sinkflug auf den Zeller See zugeht. Fahrwerk wird schonmal ausgefahren und wir drehen eine Runde über den See. Von dort einreihen in die nicht rechteckige Platzrunde entlang der Hänge und über die Skipiste.

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Quer und Endanflug und schon landen wir auf der 08 vom Westen her. Erstmal Landegebühr und Avgas getankt und dann gönnen wir uns bei tollstem Alpenpanorama und Schnee auf der Terrasse in der Sonne ein Tiroler G’röstl.


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Länger als eine Stunde können wir leider nicht blieben, so dass wir den Rückflug antreten. Abflug auf der 08 und nochmal die Platzrunde über den See um dann Richtung Westen das Salzachtal entlangzufliegen. Wir bleiben im Tal unterhalb der Gipfel, auch ein eindrucksvolles Panorama. Schwenk nach rechts, dann kommt schon das breite Inntal.

Wir erbitten bei Innsbruck Approach einen Durchflug über Innsbruck, was uns wiederum auf 8000ft genehmigt wird. Dann einen Rechtsschwenk und über den Walchensee und Kochelsee geht es wieder ins Flachland und über den Starnberger See. Diesmal bleiben wir unterhalb des C von München und überfliegen in 3500ft die Stadt, Olympiastadion, BMW, rechts liegt die Allianz Arena. Das nun kommende Flachland über Ingolstadt und wieder durch die Kontrollzone von Nürnberg kommt einem nun so zweidimensional vor. Und schon landen wir wieder am Heimatort EDQH. Ein schöner und eindrucksvoller Tagesausflug.


Bericht Fliegerausflug 2018

Liebe Pilotinnen und Piloten,

unser Fliegerausflug fand heuer vom 11.8. bis 17.8.2018 statt.

Es fand sich ein Team aus insgesamt 7 Piloten und wir planten mit drei Flugzeugen:  Unserer Mooney (ERSL), unserer Cessna 172 (ERWL) und unserer PS-28 Cruiser (EMNA). Unsere 2. Cessna 172 (ERPL) war leider noch in der Reparatur.

Bereits im Vorfeld überlegten wir, dass die Kanalinseln und Südengland ein interessantes Flugziel wären und planten dementsprechend. Nachdem es auch den ganzen Juli unerwartet trocken und schön war in Südengland, zog dann leider Anfang August die ersten, der zu erwartenden Tiefdruckgebiete über die Insel. Bei der Vorbesprechung am Freitag war klar, dass der Sprung auf die Kanalinseln nicht gelingen wird, da dort aufliegende Bewölkung gemeldet war. In Frankreich war das Wetter jedoch schön, so dass wir umentschieden und zunächst mal die ersten Tage nach Frankreich aufbrechen würden. Als die ersten Stopps war Nancy und dann Orléans geplant.

Am Samstag ging es direkt mit einer neuen Überraschung los: Einer der Fliegerkollegen musste sich wegen eines starken Migraineanfalls „krankmelden“. Wir entschieden direkt, trotzdem mit drei Fliegern loszulegen. Dies auch wegen der Redundanz und Sicherheit, falls ein Flugzeug ausfällt. Und so hoben am 11.8.2018 dann nacheinander der Czech Cruiser, die 172er und die Mooney in Richtung Westen ab. Die Mooney zog an allen vorbei, die EMNA flog an Heidelberg, Speyer, südlich von Saarbrücken vorbei, weiter über den Lorraine Nationalpark Richtung Nancy. Eine grosse Flughöhe war nicht möglich, da wir auf ca. 3000ft Wolken hatten. Daher verloren wir auch noch vor dem Grenzübertritt den Kontakt zu unserer netten deutschen FIS Controllerin. Prompt hatten wir auch gleich Bedenken wegen der zahlreichen französischen Flugverbotszonen. Allerdings gelang der Kontakt zu Strasbourg Radar und die freundliche Controllerin übernahm. Es wurde auch gleich klar, dass die meisten der Gebiete bis auf eines ohnehin nicht aktiv waren. Also ging es weiter und nach gut zwei Stunden drehte auch die EMNA als letzte Maschine in die Platzrunde in Nancy ein. Leider hatte zeitlich nur noch die Mooney die offene Tankstelle erreicht. Danach war diese geschlossen. Also hatten wir eine Zwangs-Mittagspause von zwei Stunden.


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Anflug auf Nancy

Hungrig waren wir auch, also machten wir uns Richtung Stadt auf, das Taxi kam nicht - also zu Fuß. Zunächst war es nicht so einfach etwas zum Essen zu finden und wir waren auch vom Stadtbild enttäuscht. Auf der Suche nach authentisch französischem Essen, liefen wir an den Dönerbuden vorbei und  fanden dies dann auch am zentralen Platz von Nancy - leider die einzige schönere Ecke, die wir gefunden hatten.
Auf dem Rückweg wurde uns klar, dass wir nun doch einige Stunden verloren hatten. Taxi kam wieder keines aber zum Glück gab es einen Bus. Also getankt und Flugplan abgeschickt, nach dem (für uns) offensichtlich relevanten Flughafen von Orléans, Bricy LFOJ. Wir rollten schon zum Rollhalt, als der aufmerksame Kontroller nachfragte, ob wir wirklich nach Bricy wollten. Dies wäre ja ausschließlich ein Militärplatz.

Also zurück  über die Startbahn und neu geplant. Problem war nun: An dem eigentlich zivilen Flugplatz und auch Verkehrsflughafen von Orléans, Saint Denis, LFOZ schließt der Tower bereits um 17:00. Danach kann man gerne anfliegen, aber nur mit eigener AFIS Kommunikation auf Französisch, falls noch anderer Verkehr da sein sollte. Da wir uns das nicht zutrauten, disponierten wir um. Als Alternative -außerhalb des Großraums (Airspace A) von Paris und nicht ganz weg von der eigentlichen Flugroute- bot sich Reims an. Nur eine Stunde für die Mooney oder 1,5 für die EMNA. Somit machten wir uns auf den Weg. Die Mooney war als Nr.1 schon nach 50min am Platz. Der Flug war sehr schön. Erst der Moselle lang, dann über das auch hier ausgedörrte Land. Am Platz entdeckten wir auch das Schild Reims Aviation, das kannten wir doch von Früher mal.

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Mit der Mooney auf dem Weg nach Reims - an der Moselle entlang

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Reims

Angekommen stellten wir fest, dass die Landegebühren in Frankreich moderat sind. Nicht so die Taxen! Zum Preis von fast einer Übernachtung, brachten sie uns ins Zentrum. Und dort dann die Überraschung: So eine schöne Stadt! Damit hatten wir nicht gerechnet. Eine tolle Hauptstraße mit einem Restaurant neben dem anderen,. Wir fanden auch Platz und genossen ein Steak oder Choukrout etc. und dazu französisches Craft beer.

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Reims

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Reims
 
Am nächsten Morgen - Wettercheck. Leider waren die Kanalinseln bis auf Weiteres unter den Wolken und auch der Ärmelkanal war noch zu.
Bis dahin war das französische Festland aber frei. Also beschlossen wir, erst einmal noch ausgiebig Sightseeing in Reims zu unternehmen, was auch belohnt wurde: Eine Wunderschöne Stadt, eine eindrucksvolle Kathedrale und ein tolles Frühstück. Dann gings zum Flugplatz. Wir suchten jetzt einen Zollflugplatz für die Ausreise am folgenden Tag und fanden am Ärmelkanal nur Le Touquet Paris Plage (LFAT). Kannte zwar keiner - aber „Strand von Paris“ hört sich ja nett an.
Wieder ca. eine Stunde Flug in der Mooney. Über unspektakuläres Flachland tat sich in der Ferne der Ärmelkanal auf. Der Anflug auf LFAT war windig aber zum Glück nicht  mit der ursprünglich erwarteten Seitenwindkomponente. Die Mooney landete wieder als Nr.1. Bei der Cessna gab es kurz eine Überraschung, als eine Windböe die Maschine nochmal anhob und beim dann erfolgenden Go-around, sich die Klappen zunächst nicht einfahren ließen. Die zweite Landung klappte dann unspektakulär und die Klappen waren auch wieder einzufahren.
 
Danach ging es mit dem Taxi ins Hotel. Ein Teil der Truppe hatte mit dem Manoir Hotel am Golfplatz ein nobles Golfhotel, ganz im Englischen Stil gebucht - einschließlich optisch passendem Concierge. Der Ort wurde ja im 19 Jahrhundert von den Engländern zum Golfen besucht, bevor die wohlhabenden Pariser es als ihren Strand entdeckten. Nebenbei besitzen Mr. Macron mit Frau Brigitte auch ein Häuschen dort. Mit Rädern ging es an den Strand, auf die Dünen und durch das Städtchen. Dann noch Abkühlung im Pool des Manoir, wo wir auch ein stattliches drei Gänge Abendessen zu uns nahmen.

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Le Touquet Paris Plage

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Le Touquet Paris Plage

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Le Touquet Paris Plage

Eine Morgenrunde am Pool und schon mal zur Einstimmung ein "full English breakfast" im Golfhotel, was für Frankreich sonst eher unüblich ist. Der Wettercheck zeigte an, dass die Kanalinseln zunächst weiter geschlossen waren, aber es Mittags über dem Ärmelkanal aufmachen würde. Die Südküste, mit Wolken auf 2000ft. AGL, sollte eigentlich fliegbar sein. So ging es los, noch ein Stück Richtung Calais und dann über den Ärmelkanal. Hier hingen die Wolken noch tief, so dass wir uns unter diesen auf knapp 1000ft nach England schlichen. Coasting-in (Ausdruck aus der speziell britischen ATC Sprache) konnte auch die EMNA prompt keinen Kontakt zu London Control aufbauen. Erst nach Rückfrage auf 121.5 wurde uns ein Controller des nächsten größeren Flugplatzes gegeben. Interessanterweise ist FIS in England meist ohnehin nur „basic service only“. Die Controller der Approach Stellen, hatten keinen Radarkontakt, sondern wollten regelmäßig Position reports.

Nun ging es aber spektakulär an der Südküste entlang. Teils flache Küste, teils aber auch über 10m hohe Kreidefelsen. Mehrere Seebäder, u.a. Brighton Beach, folgten. Jede mit einer künstlichen Freizeit-Halbinsel + Steg mit Restaurants und Rutschen. Nach ca. 1,5h in der EMNA tat sich dann die Bucht von Portsmouth auf, mit dem eindrucksvollen Hafen (der Flugzeugträger Queen Elisabeth lag aktuell dort) und weithin sichtbaren Landmarke der Spinaker Tower. Dann ging es nach Norden Richtung Southhampton. Es übernahm Lee Radar und wir landeten nach ca. 2h (die Mooney brauchte nur gut eine-) in Lee on Solent Aerodrome EGHF. Da es etwas windiger war, wurden die Flieger gut festgezurrt.

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Entlang an der Südküste

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Die Bucht von Portsmouth mit dem Spinaker Tower
Die Engländer begrüßten uns außergewöhnlich freundlich und ein netter Taxifahrer nahm uns mit zur Fähre. Vor der Fähre noch ein Portion authentische (daher nicht sehr leckere) Fish and Chips im einfacheren Stadtteil westlich des Hafens.

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Die Begeisterung hält sich in Grenzen :-)

Mit der Fähre ging es dann in den schöneren Teil. Portsmouth, zumindest der östliche Teil, beginnt sich, nach einem wohl langen Durchhänger, durch Wegfall der Industrie, wieder zu erholen und macht zumindest im östlichen Teil einen schönen Eindruck. Englische Pubs in den traditionellen Häusern säumen die Straßen. Untergebracht sind wir hier schön und authentisch aber auch preisgünstig im Royal Marine Club - einer Seemannsunterkunft. Ein Rundgang und ein Abendessen mit authentischen Bieren rundeten den erlebnisreichen Tag ab.

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Nun trennten sich die Wege: Zwei Piloten mussten schon zurück, um am Mittwoch in EDQH zu sein und brachen mit der Cessna 172 über Antwerpen auf. Die restlichen vier wollten sich zwei Tag länger gönnen. Also legten wir einen „flugfreien“ Tag ein uns sahen uns Portsmouth an. An einem an ADHS anmutenden Tag, sahen wir uns erst einmal das eindrucksvolle Marinemuseum an - einschließlich Hafenrundfahrt, U-Boot Museum, und dem einzigartigen Besuch zweier Originalschiffe: Segaldampfschiff HMS Warrior und dem Original Lord Nelson Trafalgar Segelschiff HMS Victory. Wow!

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U-Boot Museum Portsmouth

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Segaldampfschiff HMS Warrior

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Segelschiff HMS Victory

Damit waren ¾ des Tages eigentlich verbracht. Let’s call it a day? Weit gefehlt. Mit dem Hovercraft ging es auf die Isle of Wight, der letzten verbliebenen Hovercraft-Strecke. Die Hovercrafts sind so ein bisschen britischer Stolz und so eine Überfahrt in 10 Minuten ist schon ein eindrucksvolles Erlebnis. Infrastruktur am Ufer braucht man dazu nur wenig. Lediglich eine Flache Rampe am Ufer ist notwendig. Nach einem leckeren Abendessen ging es wieder zurück.

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Mit dem Hovercraft zur Isle of Wight

Nun stand am Mittwoch der Weiterflug an: Kanalinseln weiterhin Fehlanzeige. Wetter im Innenland besser. Daher hatten wir schon am Vortag PPR (wichtig in GB, auch bei größeren Flugplätzen) für Cambridge aufgegeben. Also mit dem Uber nach Lee on Solent aerodrome Flieger losgemacht und gepackt.
Beim Anlassen der Mooney dann leider die Überraschung: der Motor läuft unrund und die ganze Maschine wackelt und vibriert. Auch nach Tanken, Warmlaufen lassen etc. besserte sich leider nichts. Max RPM bei Vollgas 2300/min und ein hoher Manifold pressure im Leerlauf ließen uns schon auf eine Ventilundichtigkeit tippen.
Eine Flugzeugwerkstatt bestätigte uns dann auch, dass Zylinder 4 ein defektes Auslassventil und keine Kompression hat. Also war klar, dass die Mooney nicht weiterfliegen kann.


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Für die Mooney ist die Reise in Lee on Solent beendet

Als kleine Entschädigung, zeigte uns der Inhaber, ein ehem. Cathay Pilot und Instructor, seine Waco Doppeldecker mit Sternmotor. Netterweise fuhr er uns dann auch noch zum Southhampton Airport.

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Die EMNA Manschaft wollte nicht so leicht aufgeben und flog die nächsten zwei Tage noch über Le Touquet und Antwerpen zurück nach Herzogenaurach, wo sie am Freitag schließlich eintraf. Die Mooney Mannschaft fand netterweise noch eine Verbindung mit der KLM über Amsterdam und kam noch am Mittwoch zurück.  

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Mit der KLM sicher nach Hause

Insgesamt wieder eine eindrucksvolle Erfahrung. Ein toller Ausflug! Es waren wieder viel spontane Umdisposition nötig und auch problemlos möglich. Es war lehrreich für erfahrene Piloten und v.a. für die Junioren, die nun keine Angst mehr vor Auslandsflügen haben müssen.
 
Volker Melichar. (August 2018)
Bericht vom Vereinsausflug 13.8. – 17.8.2017


Ein Novum war bereits die Planung:  Da sich keine Crew für die Mooney D-ERSL fand, planten wir zum ersten Mal unsere kleine Czech Cruiser PS28 D-EMNA mit auf die Reise zu nehmen. Zusätzlich dabei natürlich unser bewährter D-ERPL. Dieser Umstand brachte neue Herausforderungen auf Grund der zulässigen Zuladung mit sich. Das Gepäck wurde noch mehr eingeschränkt und wurde vollständig im ERPL untergebracht, die EMNA konnte nur mit gut 50L betankt werden, was die Länge des einzelnen Legs auf ca. 2h begrenzte. Zusätzlich erhielten wir noch Begleitung von einer privaten Mooney M20 von drei Fliegerclubkollegen.

Der Abflug, der ursprünglich auf dem 12.8. geplant war, wurde auf Grund des Wetters auf den nächsten Tag verschoben. Auch am 13.8. noch Wolkenbehangener Himmel, eine direkte Alpenüberquerung war auch nicht möglich, weder in der Höhe, noch durch die Täler. Wir warteten erst mal eine gewisse Wetterverbesserung bei einer Pizza ab und checkten das Aufklaren des österreichischen Gafors. Schließlich fiel die Entscheidung über Zwischenstopp in Wels an Wien und an den Alpen vorbei nach Maribor zu fliegen.
 

Los ging es gegen Mittag bei noch verhangenen Himmel und wir hangelten uns unterhalb der anfangs noch 2000ft AGL hängenden Wolken Richtung Osten. Bereits bei Straubing hob sich die Wolkendecke und wir wechselten auf die österreichische FIS. Anflug auf Wels, die relativ knappe Platzrunde in Wels mit praktisch fehlendem Queranflug und der ERPL setzte auf die lange Landebahn auf. Auftanken und weitere Flugplanung, nun wurden auch die Flugpläne für Maribor aufgegeben.
 Die Flieger in Maribor
Die drei Flieger in Maribor


EMNA in Wels
Unsere EMNA in Wels




Nach dem Abflug in Wels taten sich nun größere Wolkenlücken auf, so dass alle Flieger den Cloudbreak schafften und auch die nicht-turbogeladene EMNA schlug sich wacker und hangelte sich auf 10000ft. Nun bei Sonnenschein on top konnten wir direkt nach Süden Richtung Maribor abdrehen und sparten uns so nochmal den Umweg um Wien. Graz blieb links liegen und schon übernahm der Slovenische Radar, viel Verkehr war ja nicht unterwegs und man ließ uns staight-in auf die 15 nach einen Überflug der Stadt. Die Mooney musste kurz die Bremsklappen ziehen, um die Höhe und Geschwindigkeit abzubauen, aber auch die EMNA folgte kurz nach dem ERPL. On blocks und verzurrt für die Nacht waren wir zu dem Zeitpunkt die einzigen Flieger auf dem int‘l. Flughafen. Mit dem Taxi gings zum Hotel und in die Stadt. Die leckere Grillplatte war nun hochverdient und wir ließen den Abend bei einer Flasche Wein ausklingen in der wunderschönen aber weitgehend touristenleeren Stadt in der slovenischen Steiermark.
 

Bereits am Vorabend hatten wir festgestellt, dass für Kroatien ein Ausweis notwendig ist (nicht-Schengen) und ein Fliegerkollege diesen leider vergessen hatte. Also flogen zwei mit der EMNA nach Ljubljana, der ERPL setzte fort über Zadar nach Dubrovnik. Für die EMNA war es nur ein kurzer Hüpfer von einer halben Stunde, mit einer netten Runde noch über die Slovenischen Alpenausläufer. In Ljubljana war nun mehr los und wir mussten ein paar Runden außerhalb drehen, bevor man uns landen ließ. Mit dem Bus ging es in die entspannte Stadt, die übrigens ein regelrechtes Hipsterparadies ist, so viele Vollbärte sind außer in Berlin nur selten zu sehen.
 

Montag der 14.8. ist Mariä-Himmelfahrt. Im streng katholischen Slovenien natürlich ein Feiertag, so dass wir schon befürchteten noch einen Tag länger gestrandet zu sein. In ganz Slovenien? Nun, die meisten Botschaften waren geschlossen, so aber nicht die Deutsche! Für die Botschaftsangehörigen gilt zu deren Missmut die heimatliche Feiertagsregelung und das säkulare Deutschland hat sich schon vor Jahren von dem Feiertag entledigt. Nun waren wir eine der ersten in einer langen Schlange von Kroatien-Reisenden ohne Ausweispapiere und hielten schon um 11:00 einen Ersatzausweis in Händen.
 

Nach dem Tanken, nun von gutem, verbleitem Avgas setzten wir den Flug fort, zur slowenischen Küsten und dann der kroatischen Küste entlang. Die Controller setzten uns auf die am weitesten außen (landfern) gelegene Adria VFR-Route, was uns ein wunderschönes Bild der wie eine Perlenkette aufgereiten Inseln und Inselchen bescherte. Wunderschöne 2,5 Stunden betrug das erste Leg nach Brac. Die Controller nahmen uns früh relativ tief herunter und forderten dann Aerodrome in Sight zu melden, was vom Norden unmöglich war, da der Flugplatz relativ hoch auf der Insel hinter einem Berg versteckt war. Der Anflug von Osten auf die lange, leicht ansteigende Landebahn war unproblematisch und eigentlich war nur ein Auftanken geplant.
 

Wäre da nicht beim Setzen der Parkbremse ein Bremsschlauch vom Pedal gerutscht. Geistesgegenwärtig schlüpfte jedoch der schlanke Pilot unter das Panel und rekonnektierte den Bremsschlauch ohne allzu großen Bremsflüssigkeitsverlust. Aber trotzdem der Schock: Zunächst wenig Bremswirkung auf der rechten Seite und der größere Schock: Keinerlei Flugzeugtechnik in Brac! Was sollten wir tun? Nach einigen Telefonaten prüften wir die Bremsen erneut und stellten fest, dass sich die Luft in einem Reservoir an den PIC-Bremspedalen gesammelt hatte und der Bremsdruck wieder voll da war. Nach einigen Bremsversuchen stand fest, dass wir den Flug fortsetzen können und so ging es weiter nach Dubrovnik. Weiter über die Perlenketten an Inseln, westlich an der weltberühmten Altstadt vorbei auf die 30 von Süden her. Flieger getankt und abgestellt waren wir wieder mit dem Rest der Truppe vereint. Diese hatte bereits einen zusätzlichen Badetag in Dubrovnik genossen, gemeinsam erkundeten wir die eindrucksvolle, nun aber von Touristen völlig überfüllte historische Altstadt. Nach einem leckeren Abendessen ging es zu einem netten Hotel am Strand.


Fixing the brakes in Brac
Fixing the brakes in Brac


Koatische Inseln 2
Kroatische Inseln 


Nach einem morgendlichen Bad und Frühstück ging es zurück zum Flughafen, nun sollte es zurück über Zadar zum Balaton nach Ungarn als letzten Aufenthalt gehen. Die Crews wechselten, wir gingen zu dritt in den ERPL. Problemloser Start in Dubrovnik und auf Richtung Norden. Wir requesteten nun die weiter landinnen liegende Adria-Route um mal was anderes zu sehen. Wiederum eindrucksvolle Views über die Inseln aber auch das steil ansteigende Küstengebirge. Hier mussten wir schrittweise auf 5000ft steigen um darüber zu fliegen.

Schon im weiteren Anflug auf Zadar dann die nächste Überraschung. Ein kurzes Rucken des Thielert-Diesel und die rote Warnleuchte des FADEC-A blinkte. Ein Drücken auf die FADEC Taste brachte sie leider nicht zum Erlöschen sondern nun zum Dauerbrennen, was nach Flughandbuch die Landung am nächsten Flugplatz bedingte. Panik kam nicht auf und wir mussten auch keinen Luftnotstand deklarieren, da der Diesel weiter auf dem FADEC-B wie am Schürchen lief. Der Anflug war durchaus herausfordernd mit dem relativ starken Zadar-Wind von 15-20 kts mit ordentlicher Seitenwindkomponente. Aber auch die kleine EMNA meisterte dies. Glücklicherweise verfügt Zadar über eine der (oder der) besten Flugzeugwerft für Kleinflugzeuge und auch mittlere Jets. Leider war eine sofortige Diagnose des Thielert FADEC nicht möglich auf Grund des nicht passenden Datenkabels.

Die EMNA und die Mooney setzten noch zum Balaton fort und kamen am 17.8. wieder heil in EDQH an. Die ERPL Crew musste leider abbrechen, hatte aber noch am selben Tag einen Rückflug nach München buchen können. Als ob es nicht schon genug wäre, wurde dieser Flug dann um 23:00 gecancelled und eine Übernachtungsmöglichkeit musste gefunden werden. Am 17.8. kam auch diese Crew dann über München und mit dem Mietwagen dann abends in Nürnberg an einige Stunden nach den Balaton-Fliegern.



Maribor 

Maribor



 Gruppenfoto Maribor

Gruppenfoto in Maribor




Volker Melichar 2017